Lohnt sich die PKV ? – Private Krankenversicherung

Bessere Leistungen bei günstigeren Beiträgen ist oftmals die Motivation in die PKV zu wechseln. Doch für wen lohnt sich die PKV und für wen ist es besser in der GKV zu bleiben? Das hängt von der individuellen Lebensplanung ab!

In die Private Krankenversicherung können Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt von 54.900€, Selbstständige, Freiberufler und Beamte wechseln. In der GKV gilt das Solidaritätsprinzip. Der Krankenversicherungsbeitrag orientiert sich am Einkommen. Je höher das Einkommen desto höher der Beitrag. Der Höchstbeitrag inkl. Pflegepflichtversicherung beträgt 736€ (2015) In der PKV gilt das Äquivalenzprinzip. Der Beitrag wird bemessen nach Eintrittsalter, Leistungsumfang und Vorerkrankungen. Das Einkommen hingegen hat keine Auswirkung auf den Beitrag.

 

Für wen ist die PKV ungeeignet und der Verbleib in der GKV alternativlos?

Die PKV ist aus monetärer Hinsicht nicht empfehlenswert für Menschen, die planen, dass bei Familiengründung ein Elternteil dauerhaft aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Denn während in der GKV der nicht erwerbstätige Elternteil beim Alleinverdiener kostenfrei mitversichert werden kann, fällt in der der PKV für jeden Versicherten ein Beitrag an. Anders sieht es aus, wenn sich die Familienpause nur auf die bis zu 3-jährige Erziehungszeit pro Kind begrenzt ist und danach eine Teilzeit- oder Vollzeit-Beschäftigung wieder aufgenommen werden.

Auch für Selbstständige mit einem Jahreseinkommen von weniger als 30.000€ und der Hauptmotivation dauerhaft Beitrag gegenüber der GKV sparen zu wollen, lohnt sich der Wechsel nicht. Selbstständige mit einem geringen Einkommen zahlen in der GKV einen niedrigen Beitrag und werden auch im Rentenalter einen niedrigen Beitrag zahlen, da sie wahrscheinlich aufgrund des geringen Einkommens nur geringe Altersvorsorgeeinkünfte haben werden. Eine dauerhafte Ersparnis wird daher nicht eintreten.

In welchen Fällen ist die PKV ist eine sinnvolle Alternative?

Die Entscheidung für die PKV sollte vorrangig unter dem Aspekt getroffen werden, dass man im Ernstfall die bestmögliche medizinische Versorgung in Anspruch nehmen möchte.

Auch monetär ist die PKV oftmals eine sinnvolle Wahl. Für Beamte gibt es aufgrund der Beihilfevorschriften keine geeignete Alternative zur PKV. Bei Freiberufler, Selbstständigen und freiwillig versicherten Arbeitnehmer ist die PKV dann sinnvoll, wenn keine Familie geplant wird oder bei Familienplanung beide Ehepartner erwerbstätig sind und sich die Familienpause nur auf die Erziehungszeit begrenzt ist.

Der PKV-Beitrag liegt dann meist deutlich unter dem GKV-Höchstbeitrag von 736€. Sofern die Beitragsersparnis sinnvoll angelegt wird, kann oftmals der Beitrag im Rentenalter weitgehend bestritten werden.

Im Gegensatz zum hohen Beitrag für den nicht-berufstätigen Ehegatten sind die Beiträge für Kinder gering und die PKV kann auch bei 3 Kindern weiterhin eine sinnvolle Entscheidung sein. Zumal die Kinder irgendwann selbst berufstätig sind und dann auch aus der Familienversicherung ausscheiden.

Beitrag im Alter

Viele freiwillig GKV-Versicherte befassen sich nicht mit Entscheidung PKV versus GKV, da sie befürchten, dass der PKV-Beitrag im Alter deutlich höher ist als der GKV-Beitrag. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass sowohl in der PKV als auch in der GKV der Beitrag für den freiwillig Versicherten durchschnittlich 3% pro Jahr steigt. In der GKV steigt schon durch die jährliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze der Beitrag.

Einmal privat bedeutet nicht immer privat!

Jeder der das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenkasse kann. Vor dem 55. Lebensjahr ist die Rückkehr möglich für

  •  Arbeitnehmer deren Einkommen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze fällt.
  • Selbstständige die wieder ein Angestelltenverhältnis aufnehmen und deren Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze liegt
  • Arbeitslose die ALG I beziehen müssen zurück in der gesetzlichen Krankenkasse
  • Studenten die nach Studium eine sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit aufnehmen.

Fazit

Für Beamte ist die PKV die beste Entscheidung. Für gut verdienende Angestellte und Selbständige mit berufstätigen Ehegatten ist die PKV eine sinnvolle Alternative und eine umfassende Beratung bei einem unabhängigen Versicherungsmakler empfehlenswert.

Für Familien mit nur einem berufstätigen Ehepartner sowie für geringverdienende Selbstständige ist der Verbleib in der Krankenkasse die beste Entscheidung.

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