Honorarberatung versus Vermittlung auf Provisionsbasis

Würden Sie einem Steuerberater vertrauen, der vom Finanzamt bezahlt wird?
Vertrauen Sie einem Anlageberater, der eine Provision vom Produktgeber erhält?

Eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentralen kommt zum Ergebnis, das 87% der aktuell und neu angebotenen Anlageprodukte nicht bedarfsgerecht sind. In 73% dieser Fälle liegt es an den deutlich überhöhten Kosten. Ein Gutachten des Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler beziffert den Verlust deutscher Anleger durch schlechte und provisionsgetriebene Beratung durch Banken, Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistungsunternehmen auf über 50 Milliarden Euro jährlich. Wie kann das sein, wenn doch die Finanzberatung vermeintlich kostenlos ist?

Beratung kann nicht kostenlos sein!

Bei der Vermittlung auf Provisionsbasis findet keine unabhängige Beratung statt, sondern der Finanzberater ist ein Verkäufer der für den Abschluss von Versicherungen oder Geldanlageprodukten Provisionen erhält. Die Provisionen werden aus dem Anlagekapital des Kunden entnommen, d.h. ohne dass es klar kommuniziert wird, zahlt der Kunde über versteckte Kosten die Vermittlungsprovision selbst. Fragen nach den Kosten werden von Provisionsvermittlern meist geschickt umgangen, denn je höher die Produktkosten desto höher die Provision.

Gefahren und Risiken der Vermittlung auf Provisionsbasis:

  • Vermittler steht auf der Seite des Produktgebers, da er von diesem bezahlt wird
  • Interessenkonflikt zwischen Kunden- und Eigeninteresse, d.h. Provisionsmaximierung
  • Produkte mit hohen, versteckten Kosten, denn je höher die Kosten desto höher die Provision
  • Zwang zu permanenten Neuabschlüssen bzw Wechsel der Produkte, um neue Provisionen zu erhalten
  • Empfehlung der Produkte mit den höchsten Provisionen
  • Häufiger Wechsel der Produkte oder Anlagen, um neue Provisionen zu erhalten
  • keine intensive Betreuung, da diese Zeit kostet, die nicht vergütet wird
  • Intransparente und spekulative Produkte wie Zertifikate, geschlossene Fonds, Genussrechte
  • Langfristige und kostengünstige Anlagestrategien, wie Indexfonds, werden nicht vergütet und somit verschwiegen

Beratung auf Honorarbasis

Aufgrund des mit der Provisionszahlung des Produktgebers verbundenen Interessenkonfliktes, ist in vielen Ländern wie den USA, Großbritannien, Niederlande, Finnland, Dänemark, Schweden oder Norwegen die Vermittlung auf Provisionsbasis untersagt und die Honorarberatung Normalität. Finanzexperten geben einen unabhängigen Rat und empfehlen dann ein geeignetes und provisionsfreies Finanzprodukt. Der Berater wird vom Mandanten auf Stundensatzbasis oder per Pauschalvergütung honoriert.

Vorteile und Chancen der Honorarberatung

  • Der Berater steht auf der Seite des Kunden, da er von diesem honoriert wird
  • Kein Interessenkonflikt zwischen Kunden- und Eigeninteresse, da kein Provisionszufluß
  • Intensive Betreuung und Vertrauen, da allein das Kundeninteresse vertreten wird.
  • Einhaltung einer klaren, langfristigen und nachhaltigen Anlagestrategie.
  • 100% Transparenz in der Beratung und Betreuung, da nur dem Kunden verpflichtet
  • Keine intransparente und spekulative Produkte wie Zertifikate, geschlossene Fonds, Genussrechte
  • Zugang zu effizienten, kostengünstigen und provisionsfreien Finanzkonzepten wie Indexfonds
  • Keine unnötigen und kostenintensiven Produktwechsel, keine Partizipation an Transaktionskosten

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  • Michael Mülbaier
    Diplom-Betriebswirt
    Finanzfachwirt

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