Vielen Deutschen droht die Altersarmut

Wann die Deutschen in Rente gehen, ist ungewiss. Doch sicher ist: Sie werden im Alter zu wenig Geld haben, wenn sie nicht privat vorsorgen. Eine Studie zeigt, wie dramatisch die Lage ist.

Altersarmut heißt das Schreckgespenst des 21. Jahrhunderts, denn einer Studie entsprechend bauen sich enorme Versorgungslücken zum Lebensabend auf. Die angehenden Senioren sind zu vermehrtem Eigenengagement aufgefordert, doch hier dominieren überwiegend Resignation und Ignoranz.

Drohende Altersarmut zwingt zu unbeliebten Verhaltensweisen: Um der Altersarmut zu entgehen, müssten Arbeitnehmer in ihrem Berufsleben auf viel verzichten, doch ist die Mehrheit nicht zur Einschränkung des Lebensstandards bereit. Fachleute haben errechnet, dass dieses Verhalten bei einem durchschnittlichen Verdienst zu einer Versorgungslücke von etwa 27.000 Euro führt. Dem Einzelnen droht daher Altersarmut, der Gesellschaft als Ganzes blüht ein Generationskonflikt angesichts der unzureichenden staatlichen Rentenhöhe.

Die Suche nach der Ursache: Die Armut zum Lebensabend wird in erster Linie durch die seit Jahrzehnten gebotenen Niedriglöhne verursacht. Dadurch erhielten die Rentenkassen nur geringe Beiträge, welche zum Lebensabend als niedrige Renten in Erscheinung treten. Aufgrund der fehlgeleiteten Lohnpolitik hören sich die Ratschläge zur Vermeidung von Altersarmut etwas zynisch an. Das viel gelobte Eigenengagement kommt nur für solche Arbeitnehmer infrage, die über halbwegs ordentliche Gehälter verfügen. Einfache Arbeiter besitzen zu 80 Prozent keine finanziellen Mittel, der Altersarmut durch Vermögensaufbau zu entgehen.

Deutsche schlittern ahnungslos in die Altersarmut

Einer anderen Studie entsprechend müssten Arbeitnehmer während ihres gesamten Berufslebens etwa 300 Euro monatlich in die private Alters­vorsorge stecken. Diese Tatsache zwingt bereits in jungen Jahren zu Entscheidungen für oder gegen ein Leben mit Verzicht. Naturgemäß haben junge Leute nicht die Einsicht zum konsequenten Sparen, sie leben jetzt und wollen dabei auf nichts verzichten. Mit zwanzig Lebensjahren ist die Altersarmut noch in weiter Ferne. Es ist wenig auch verwunderlich, dass die meisten Geringverdiener in Sachen Alters­vorsorge Ignoranz zeigen, denn von kaum ausreichenden Bezügen kann kein Geld zurückgelegt werden.

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